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Hochwasser in Lödingsen am 13.11.2010

Nach einer Woche Regen waren umliegende Felder und Wiesen nicht mehr fähig, weiteres Regenwasser aufzunehmen. Dann kam „Carmen“ am Samstagmorgen und positionierte sich über dem Landkreis Göttingen. Bei Kontrollfahrten morgens um 5 und 7 Uhr war der Schwülme-Pegel zwar etwas gestiegen, aber es zeichneten sich noch keine Probleme ab. Die begannen etwa 40 Minuten später. Von Hettensen kam eine Wasserwelle und von allen Erhebungen ringsum flossen starke Bäche in Richtung Ort. Insbesondere von den Feldern hinter dem Dorfe. Die Sirene war ausgelöst, die FFW stationierte eine TS Ecke L557 Schule weil dieses Wasser nun ebenfalls Richtung Heertorstraße floss. Ein Bagger der Baufirma, die in der Hettenser Str. tätig ist, leckte zudem und die FFW musste Ölbindemittel streuen. Die Firma wurde informiert und der Schaden behoben.

In der Heertorstraße wurde die Weide und Scheune des anliegenden Landwirtes überspült, da dort vor einigen Tagen die Bauarbeiten zur 1. Hochwasserausbaustufe begonnen hatten und durch den Regen nicht fertiggestellt werden konnten.

An dieser Stelle muss ich entschieden der Meinung entgegentreten, dass die bisherigen HW-Maßnahmen nicht gegriffen haben. Die nachfolgenden Bilder belegen, dass der fertige Ausbauabschnitt dafür gesorgt hat, dass weder der Bereich um die Kirche, noch der Steinweg und die Lindenallee großflächig überflutet wurden. Schaut man sich die Bilder von 2007 und davor an, sieht man die gewaltigen Unterschiede. Der Bereich Heertor- und Hörmker Straße wird nach der Fertigstellung Anfang 2011 weiter entlastet.

Es hat sich auch herausgestellt, dass doch beide Brücken Graben und Hörmker mit den Mittelstegen erheblich den Abfluss der Schwülme behindern, wenn das eine bedrohliche Höhe erreicht hat. Bäume und Unrat bleiben davor hängen und müssen mühsam entfernt werden. Hier sollten die Anlieger des Grabens wirklich bis zur geplanten Bürgeranhörung in sich gehen und ernsthaft überlegen, dem Wunsch des Ortsrates zu folgen, die Brücke abzureißen und davor einen Wendehammer zu errichten. Damit wäre ein weiteres Problem erledigt. Die Hörmker Brücke soll vorerst Stahlgeländer bekommen und dann später gegen eine einspurige neue Brücke ausgetauscht werden. Da hier Kosten zwischen 80.– und 130.000 Euro entstehen (je nach Ausführung) hat der Ortsrat hier dem Rat und der Verwaltung erst die kleine Lösung empfohlen.

Die Mauern der Schwülme an den entsprechenden Straßenabschnitten im Ort müssen auf jeden Fall erhöht, die Durchlässe geschlossen und der RW-Kanal in der Hörmker Straße erneuert werden. Die jeweils andere „Offene“ Seite der Schwülme muss natürlich in gleicher Höhe profiliert werden. Erst dann tritt hier spürbare Entlastung ein. Insofern hat das Hochwasser gezeigt, wo noch nachgebessert werden kann.

Es ist allerdings auch klar, das diese Maßnahme Überflutungen nicht verhindern wird, sondern allenfalls erheblich abschwächen und verzögern wird.

Um die Fluten weiter zu verringern müsste für Lödingsen und Adelebsen definitiv noch das in der Gesamtmaßnahme geplante Rückhaltebecken am Diebesstieg gebaut werden, um die Wassermassen zeitlich verzögert und geregelt durchfließen zu lassen.

Den Bemühungen des Krisenstabes mit den FFW, dem THW, mit insgesamt 150 Einsatzkräften, sowie den Bauhof- und Verbandsmitarbeitern ist zu verdanken, dass noch größere Schäden hier im Ort und im Flecken Adelebsen vermieden wurden. Sandsäcke standen ausreichend zur Verfügung, die Anwohner brachten sich bei der Verteilung mit ein und der Himmel hatte ein Einsehen und ab 19.30 Uhr gingen die Pegelstände auch in Adelebsen und in Eberhausen zurück.

Da die Unwetterwarnung bis Sonntagmorgen erweitert wurde und somit Einsatzbereitschaft der FFW angeordnet war, hatte sich die Verwaltung  entschlossen, die Feierlichkeiten anlässlich des Volkstrauertages im Flecken abzusagen, bzw. den Ortsbürgermeistern die Art der Durchführung freigestellt. Heute am Sonntagmorgen begannen die Aufräumarbeiten in den Ortsteilen und es wird sich zeigen, was alles in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Herzlichst Danke an die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, den Bauhof, die Verbandsmitarbeiter, die Einsatzleitung der FFW und Verw. und an alle Helferinnen und Helfer, die für Verpflegung, Räumlichkeiten und vieles mehr gesorgt haben! Gute Besserung für den Lödingser Feuerwehrmann der sich im Einsatz die Hand verletzt hat.

Lödingsen, 14.11.2010, Ortsbürgermeister Hille


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